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Teufelsmühle
August 2006 Inhalt: |
| Nach "Moorteufel" und "Die Kapelle im Moor" beschließt Mani Beckmann mit "Teufelsmühle" die Moor-Trilogie um das münsterländische Dorf Ahlbeck. Der Roman erzählt eine spannende und unheimliche Familienchronik und schlägt einen großen Bogen von der Zeit der Glaubensspaltung und der Wiedertäufer bis in die 1870er Gründerjahre des Deutschen Reichs und ins Zeitalter der industriellen Revolution. | |
"Geschickt verknüpft Mani
Beckmann zwei Geschichten über drei Jahrhunderte und widmet jeder
der Geschichten genügend Raum zur Entfaltung. Durch
Perspektivwechsel an den spannendsten Stellen der jeweiligen
Handlungsstränge bringt der Autor Tempo in die Geschichte und es
ist schwierig, das Buch am Ende eines solchen Kapitels aus der Hand zu
legen. Auch Mani Beckmanns Sprache ist erwähnenswert. Es gibt
nicht viele deutsche Krimis, die auf so einem Niveau geschrieben wurden
und die sich durch einen schönen, oft etwas düsteren
Schreibstil auszeichnen. Die Charaktere sind ohne Ausnahme
vielschichtig, konfliktbeladen, interessant, manchmal liebenswert,
manchmal unsympathisch. Jede Figur macht neugierig." "Die Sprache ist flüssig
und wunderbar zu lesen. Das Buch ist durch das sehr schöne Cover,
welches direkt der Handlung entnommen sein könnte und die
Zeichnungen und Literaturzitate zu Beginn der einzelnen Teile
ansprechend gestaltet, es macht Freude, dieses Buch zur Hand zu
nehmen. Der Leser wird von der ersten Seite an in den Bann der
Handlung gezogen. Der Spannungsbogen, der sich durch die Rahmenhandlung
und die beiden Handlungsstränge bildet, wird bis zum Schluss
gehalten. Das Buch ist an keiner Stelle langweilig oder langatmig,
sondern sehr gute Unterhaltung. 'Teufelsmühle' weckt in jedem
Falle das Interesse, auch die weiteren Teile der Trilogie zu lesen." "Auch im dritten historischen
Roman aus seiner Heimat entwickelt Beckmann komplizierte Sachverhalte
mit leichter Hand, spielt mit Perspektiven und Textsorten und
schlägt gar einen kühnen erzählerischen Bogen ins Jahr
1876, in dem die Vorkommnisse aus dem 16. Jahrhundert noch immer
nachwirken. Dabei machen Beckmanns sprachliche Klarheit, sein
kompositorisches Geschick und seine plastische Figurenzeichnung die
eigentlich recht verzwickte(n) Geschichte(n) zu einem echten Pageturner
ohne literarische Einbußen." |
| "Wie schon in
den beiden vorigen Teilen der Moor-Trilogie bedient sich Beckmann auch
bei der Teufelsmühle wahrer historischer Begebenheiten: Einen
geschichtlichen Hintergrund bildet das Ende der
Wiedertäufer-Herrschaft in Münster. Beckmann erzählt
weite Teile des Romans aus der Sicht des zwölfjährigen
Ambros Vortkamp. Der Spannungsbogen wird aufrecht erhalten durch viele
Fragen und ungelöste Schicksale. Wo zum Beispiel ist Ambros
Mutter geblieben? Und wer ist der Mann, der im nahen Altheim ermordet
wurde? Was ist dem Müller, dem Schwager des Schulzen,
zugestoßen? Und welche Schuld hat Ambros Vater auf sich geladen? Spannung herrscht auch durch den Zwist zwischen der Familien Vortkamp und der des mächtigen Schulzen Gerwing. Eine Fehde, die sich durch Jahrhunderte fortsetzt, wie sich auf der zweiten Zeitebene zeigt: Der Altertumsforscher Hermann Vortkamp, dessen Vater Ahlbeck vor langer Zeit verlassen hat, kehrt in das Dorf seiner Vorfahren zurück. Wie bei Shakespeares Romeo und Julia verliebt er sich in die Tochter der Gerwings, mit denen die Vortkamps seit Generationen im Clinch liegen... Geschickt versteht es Beckmann, die Zeitebenen zu verknüpfen, Ereignisse des 19. Jahrhunderts durch Geschehnisse zu erklären, die fast 350 Jahre zurückliegen. Neben guter Unterhaltung bietet das Buch ganz nebenbei auch viel Wissenswertes: Das historische Ambiente stimmt, das Lokalkolorit sowieso. Beckmann lässt viel Informationen über Zeitgeschehen, Handwerk und Gesellschaft in sein Buch einfließen." - Martin Borck, Westfälische Nachrichten, Gronau, 22. Juli 2006 |
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